Kurz gesagt
Ein Buch schreibst du am besten in festen, kleinen Schritten: die Idee in einem Satz fassen, grob planen, regelmäßig an der Rohfassung schreiben und erst danach überarbeiten. Mit 500 Wörtern pro Schreibtag entsteht die Rohfassung eines Romans mit 80.000 Wörtern in rund 160 Schreibtagen. Veröffentlichen kannst du über einen Verlag oder im Selfpublishing, etwa bei Amazon KDP, BoD oder tolino media.
01Buch schreiben in acht Schritten
Jedes Buch entsteht anders, doch die Schritte ähneln sich. Diese Übersicht ist dein Fahrplan; die Abschnitte darunter erklären, worauf es jeweils ankommt.
- Entscheiden, was für ein Buch es wird: Roman, Sachbuch, Kinderbuch oder die eigene Lebensgeschichte.
- Die Idee in einem Satz fassen: Worum geht es, und warum sollte jemand weiterlesen?
- Planen, so viel du brauchst: Figuren, Handlung und, falls nötig, eine eigene Welt.
- Ein Schreibwerkzeug wählen, das dich nicht ausbremst und deine Texte sicher aufbewahrt.
- Die Rohfassung schreiben: regelmäßig, in kleinen Mengen und ohne ständiges Zurückblättern.
- Überarbeiten: zuerst den Aufbau, dann die Szenen, zuletzt die Sätze.
- Rückmeldung holen: Testleser, Lektorat und Korrektorat.
- Veröffentlichen: über einen Verlag oder im Selfpublishing.
02Ich möchte ein Buch schreiben: Wo fange ich an?
Mit einer Szene, nicht mit einem Plan für alles. Viele Buchprojekte scheitern nicht an der Idee, sondern daran, dass der Anfang zu groß wirkt. Schreib heute die Szene, die dir schon lange im Kopf ist, auch wenn sie später in der Mitte des Buchs landet.
Danach klärst du drei Fragen: Für wen schreibst du? Was sollen Leserinnen und Leser am Ende fühlen oder wissen? Wie viel Zeit hast du pro Woche? Die Antworten bestimmen, wie viel du planst und wie lange dein Buch braucht.
03Welches Buch willst du schreiben?
Die Art des Buchs bestimmt Umfang, Aufbau und den Weg zur Veröffentlichung. Ein grober Überblick:
| Buchart | Worauf es ankommt | Grober Umfang |
|---|---|---|
| Roman | Figuren, Spannungsbogen und eine Handlung, die trägt | viele Romane 70.000 bis 100.000 Wörter |
| Kinderbuch | Sprache und Länge passend zum Alter, oft mit Bildern | Bilderbücher oft unter 1.000 Wörtern |
| Biografie und Lebenserinnerungen | ein roter Faden statt einer reinen Chronik | sehr unterschiedlich |
| Sachbuch und Ratgeber | ein klares Versprechen und ein logischer Aufbau | sehr unterschiedlich |
Die Zahlen sind Richtwerte, keine Regeln. Wie viel Platz deine Geschichte braucht, merkst du spätestens beim Überarbeiten.
04Die Idee: Worum geht es in deinem Buch?
Eine gute Buchidee lässt sich in einem Satz sagen. Beim Roman ist das die Prämisse: Figur, Ziel, Hindernis und was auf dem Spiel steht. Beim Sachbuch ist es das Versprechen: Was können Leserinnen und Leser nach dem Buch, was sie vorher nicht konnten?
Sammle Einfälle an einem Ort, bevor du sie sortierst: Notizen, Bilder, Gesprächsfetzen, Orte. Wie aus einer Idee eine tragfähige Prämisse wird, zeigt der Ratgeber Roman schreiben.
05Planen, so viel du brauchst
Manche planen jede Szene, andere schreiben drauflos und entdecken die Geschichte beim Schreiben. Beides führt zu fertigen Büchern. Ein grobes Gerüst mit Anfang, Wendepunkten und Ende hilft aber fast allen, die Mitte zu überstehen.
- Handlung: Drei-Akt-Struktur, Heldenreise und Szenenkarten vergleicht der Ratgeber Plot planen.
- Figuren: äußeres Ziel, inneres Bedürfnis und Fehlglaube, mit Steckbrief-Vorlage, im Ratgeber Figuren entwickeln.
- Eigene Welt: Für Fantasy und Science-Fiction hilft der Ratgeber Worldbuilding, ohne dass du dich im Weltbau verlierst.
06Buch schreiben mit App oder Programm: Worauf es ankommt
Für die ersten Seiten reicht jedes Textprogramm. Ab einigen Dutzend Seiten zeigt sich, ob dein Werkzeug mitwächst. Achte bei einer App oder einem Schreibprogramm für Autorinnen und Autoren auf fünf Dinge:
- Sicherheit: Speichert es automatisch, auch ohne Netz, und kannst du jederzeit ein vollständiges Backup ziehen?
- Struktur: Kannst du Kapitel und Szenen anlegen und umstellen, ohne Text hin und her zu kopieren?
- Geräte: Schreibst du nur am Schreibtisch oder auch unterwegs auf Handy und Tablet?
- Überblick: Findest du Figuren, Orte und Fakten schnell wieder, wenn du sie brauchst?
- Export: Bekommst du am Ende eine Datei für Lektorat, Verlag oder Druck, etwa DOCX, EPUB oder PDF?
Was Papyrus Autor, Scrivener, Novelcrafter, Word, Google Docs und Eloir können und kosten, vergleicht die Übersicht Schreibprogramme für Romane mit geprüften Herstellerangaben.
07Die Rohfassung: jeden Tag ein Stück
Die erste Fassung darf holpern. Ihr einziger Zweck ist, dass es sie gibt, denn überarbeiten kannst du nur, was auf dem Papier steht. Rechne mit kleinen, festen Mengen:
| Wörter pro Schreibtag | Schreibtage bis zur Rohfassung |
|---|---|
| 300 | rund 267 |
| 500 | 160 |
| 1.000 | 80 |
| 1.667 | rund 48 |
1.667 Wörter am Tag sind das Tempo der bekannten Schreibherausforderung im November: 50.000 Wörter in 30 Tagen. Für die meisten ist das ein Sprint, kein Dauerzustand.
Notiere Lücken und offene Fragen am Rand und schreib weiter, statt zurückzublättern. In Eloir Plus zählen Tagesziel und Verlauf automatisch mit, und Randnotizen hängen an genau der Stelle, zu der sie gehören.
08Überarbeiten und Rückmeldung holen
Lass die Rohfassung einige Wochen liegen und lies sie dann am Stück. Überarbeite vom Großen zum Kleinen: zuerst den Aufbau mit Reihenfolge, Wendepunkten und Längen, dann die Szenen mit Ziel, Konflikt und Veränderung, zuletzt die Sätze. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Roman schreiben.
Prüfe dabei die Kontinuität: Namen, Augenfarben, Wochentage, Reisezeiten und wer was wann weiß. Wie du Widersprüche systematisch findest, erklärt der Ratgeber Kontinuitätsfehler vermeiden.
Danach helfen Testleser aus deiner Zielgruppe, ein Lektorat für Inhalt und Stil und zum Schluss ein Korrektorat für Rechtschreibung und Zeichensetzung.
09Buch schreiben lernen: Handwerk statt Talent
Schreiben ist ein Handwerk, und Handwerk lässt sich lernen. Die wirksamsten Wege kosten wenig:
- Mit Blick fürs Handwerk lesen: Nimm ein Buch aus deinem Genre und notiere, wie es Spannung aufbaut, Kapitel beendet und Figuren einführt.
- Szenen üben: Schreib dieselbe Szene aus zwei Perspektiven oder in zwei Tempi. Aus fertigen Szenen lernst du mehr als aus Plänen.
- Rückmeldung suchen: Schreibgruppen, Kurse an der Volkshochschule oder online und Testleser zeigen dir, was beim Lesen ankommt.
- Fertig werden: Ein beendetes Manuskript lehrt mehr als drei perfekte Anfänge.
10Buch schreiben mit KI: Was geht und was nicht?
KI-Werkzeuge erzeugen Text in Sekunden. Für ein eigenes Buch lohnt sich trotzdem ein genauer Blick:
- Deine Stimme: Leserinnen und Leser bleiben wegen der Stimme eines Buchs. Ein Text, den ein Sprachmodell schreibt, klingt selten nach dir.
- Urheberrecht: Geschützt sind nach § 2 UrhG nur persönliche geistige Schöpfungen. Was eine KI ohne deinen schöpferischen Beitrag erzeugt, gilt deshalb nach überwiegender Auffassung nicht als geschütztes Werk.
- Veröffentlichung: Amazon KDP verlangt laut seinen Inhaltsrichtlinien, dass du KI-generierte Texte, Bilder und Übersetzungen beim Veröffentlichen angibst. KI-gestützte Arbeit, etwa zum Prüfen oder Ideensammeln, musst du dort nicht angeben.
Eloir schreibt bewusst nicht für dich. Es gibt keine Textgenerierung und kein Training mit deinem Buch. Die Prüfungen arbeiten nachvollziehbar: Rechtschreibung mit der Prüfung deines Geräts und einem eigenen LanguageTool-Server, Kontinuität mit Fundstellen aus deinem eigenen Text. Wer KI-Werkzeuge einbinden möchte, findet die Unterschiede im Vergleich Novelcrafter Alternative.
11Ein Buch über das eigene Leben schreiben
Eine Autobiografie oder Biografie muss nicht bei der Geburt beginnen. Stärker wirkt ein roter Faden: eine Frage, ein Wendepunkt oder ein Thema, das dein Leben geprägt hat. Was nicht dazu beiträgt, darf fehlen.
- Erinnerungen sammeln: Fotos, Briefe, Tagebücher und Gespräche mit Menschen, die dabei waren.
- Eine Zeitleiste anlegen: Jahre, Orte und Ereignisse, damit Reihenfolge und Alter stimmen.
- Szenen statt Aufzählung: Erzähl wichtige Momente als Szenen mit Ort, Dialog und Gefühl.
- An andere denken: Wenn du über lebende Menschen schreibst, achte auf ihre Persönlichkeitsrechte. Vor einer Veröffentlichung kann eine rechtliche Prüfung sinnvoll sein.
Mit Eloir Plus hältst du Menschen, Orte und Ereignisse als Wissen neben dem Manuskript fest und ordnest Szenen auf dem Zeitstrahl, auch mit Rückblenden und Zeitsprüngen.
12Ein Kinderbuch schreiben
Kinderbücher wirken einfach und sind doch anspruchsvoll. Das Alter bestimmt fast alles: Wortschatz, Satzlänge, Umfang und wie viel die Bilder erzählen.
- Laut lesen: Kinderbücher werden oft vorgelesen. Rhythmus und Klang zählen hier mehr als bei jedem anderen Buch.
- Die Kinder lösen das Problem: Junge Leserinnen und Leser wollen, dass die Hauptfigur selbst handelt, nicht die Erwachsenen.
- Bilder: Bei Bilderbüchern erzählen Text und Illustration gemeinsam. Bewirbst du dich bei einem Verlag, sucht er die Illustratorin oder den Illustrator meist selbst aus; im Selfpublishing beauftragst du die Bilder und klärst die Nutzungsrechte.
Eloir eignet sich für den Text von Kinder- und Jugendbüchern und für Kinderromane. Für Bilderbücher mit Illustrationen auf jeder Seite brauchst du für den Satz zusätzlich ein Layoutprogramm.
13Buch schreiben und veröffentlichen
Für die Veröffentlichung gibt es zwei Wege, die sich in Aufwand, Kosten und Kontrolle deutlich unterscheiden:
| Frage | Verlag | Selfpublishing |
|---|---|---|
| Wie kommst du hinein? | Bewerbung, oft über eine Literaturagentur, mit Exposé und Leseprobe | Du lädst Buch und Cover selbst hoch, etwa bei Amazon KDP, BoD oder tolino media |
| Wer bezahlt Lektorat, Satz und Cover? | der Verlag | du, wenn du sie beauftragst |
| Wer entscheidet über Titel, Cover und Preis? | überwiegend der Verlag | du |
| Wie schnell erscheint das Buch? | oft ein Jahr oder länger nach der Zusage | oft wenige Tage nach dem Hochladen |
Für Verlage und Agenturen schickst du die Leseprobe als Normmanuskript, siehe Normseite und Normmanuskript. Im Selfpublishing brauchst du einen druckfertigen Innenteil, siehe Buchsatz für KDP und BoD.
Wer in Deutschland ein Buch veröffentlicht, auch im Selbstverlag und als E-Book, muss es bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern. Frag bei deinem Anbieter nach, ob er das für dich übernimmt.
14So hilft dir Eloir, dein Buch zu schreiben
Eloir ist ein Schreibprogramm für lange Geschichten, als App auf iPhone, iPad, Android und Mac und im Browser. Du schreibst dort weiter, wo du aufgehört hast, auch ohne Netz.
- Eloir Free: ein Buch ohne Wortgrenze, Kapitel und Szenen, ablenkungsfreier Schreibmodus, Offline-Schreiben, Synchronisierung auf deinen Geräten, ein Import aus einem anderen Schreibprogramm, Backup und Markdown-Export.
- Eloir Plus: beliebig viele Bücher, Handlungsfäden, Szenenboard und Zeitstrahl, Figuren, Weltwissen und Karten, Randnotizen und Schreibziele, Stil- und Kontinuitätsprüfung sowie Export als DOCX, EPUB, Normmanuskript und PDF für den Druck.
15Häufige Fragen
Wie fange ich an, ein Buch zu schreiben?
Schreib zuerst eine Szene, die dir schon im Kopf ist, und fasse dann deine Idee in einem Satz zusammen. Lege feste Schreibzeiten fest; ein grobes Gerüst mit Anfang, Wendepunkten und Ende genügt für den Start.
Worüber soll ich ein Buch schreiben?
Über etwas, das dich lange beschäftigt: eine Frage, eine Erfahrung, eine Welt oder eine Figur, die dir nicht aus dem Kopf geht. Schreib mehrere Ideen in je einem Satz auf und nimm die, zu der dir die meisten Szenen einfallen.
Kann jeder ein Buch schreiben?
Wer dranbleibt, kann ein Buch schreiben. Schreiben ist vor allem Handwerk: Wer regelmäßig schreibt, überarbeitet und sich Rückmeldung holt, wird mit jedem Kapitel besser.
Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben?
Das hängt von Umfang und Tempo ab. Ein Roman mit 80.000 Wörtern braucht bei 500 Wörtern pro Schreibtag rund 160 Schreibtage für die Rohfassung. Für die Überarbeitung kommt noch einmal viel Zeit dazu.
Welche App eignet sich am besten, um ein Buch zu schreiben?
Das hängt davon ab, wie du arbeitest. Eloir passt, wenn du auf Handy, Tablet, Mac und im Browser am selben Buch schreibst; Papyrus Autor, wenn du am Windows-PC oder Mac den Duden-Korrektor willst; Scrivener, wenn du Struktur und Export bis ins Detail einstellen möchtest.
Kann ich ein Buch auf dem Handy schreiben?
Ja. Mit Eloir schreibst du auf iPhone und Android an derselben Stelle weiter wie am Laptop. Jede Änderung wird zuerst auf dem Gerät gespeichert, funktioniert also auch offline, und gleicht sich dann über dein Konto ab.
Darf ich ein Buch mit KI schreiben und veröffentlichen?
Grundsätzlich ja, aber mit Folgen: Amazon KDP verlangt die Angabe KI-generierter Inhalte, und was eine KI ohne deinen schöpferischen Beitrag erzeugt, ist nach deutschem Urheberrecht in der Regel nicht geschützt. Eloir selbst schreibt keine Texte für dich.
Quellen
Angaben geprüft am 28. September 2026. Regeln und Vorgaben können sich seitdem geändert haben; maßgeblich ist die jeweils verlinkte Quelle.
